Vorstellung: Helicon Remote für Android

Mit der Helicon Remote App ist es möglich eine Nikon oder Canon DSLR über ein USB Kabel fern zu steuern. Im Text oder im Video zeige ich euch, was diese App alles bietet, ohne das ihr sie erst installieren müsst.

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Lizenzen und Technik
Wie ihr die App auf eurem Tablet oder Handy installiert, das erkläre ich euch jetzt nicht. Das müsst ihr ganz allein schaffen. Dazu sei gesagt, das ihr für die Nutzung Android 3.1 oder aufwärts braucht.
Der Hersteller gibt euch im Play Store eine Übersicht zu den kompatiblen Kameras. Bei mir läuft die App auf dem Galaxy Tab 2 und dem Galaxy S2 problemlos. Getestet habe ich sie an einer Canon 600D und der 5D Mk 3. In der freien Variante der App gibt es keine Werbeeinblendungen und ihr könnt keine RAW Fotos schießen. Aber alle anderen Funktionen stehen euch zur Verfügung. Für die Vollversion gibt es auf der Website heliconsoft.com die passende Lizenz zu kaufen.
Sollte es bei euch Probleme mit eurem Handy geben, trotz einer richtigen Android Version, dann könnte es vielleicht an der Kabelverbindung liegen
Um das Tablet und die Kamera zu verbinden braucht ihr neben dem Standard Kamera USB Kabel, einen USB OTG Adapter (OTG: „on the go“).
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USB OTG Adapter für Micor USB und für Galaxy Tab 2

Dabei müsst ihr beachten, dass viele Datensignale durch diese beiden Leitungen transportiert werden. Daher ist eine hohe Qualität dieser Kabel ausschlaggebend für die Stabilität eurer Verbindung. Sollte eure Verbindung öfters zusammenbrechen oder gar nicht erst richtig funktionieren, dann versucht mal ein kürzeres USB Kabel oder einen anderen OTG Adapter.

Helicon Remote: Belichtung
Los geht’s mit einer abgeschalteten Kamera und der gestarteten App.
Verbindet beide Geräte miteinander und schaltet die Kamera ein. Helicon Remote erkennt den Anschluss und wird sich mit der Kamera verbinden. Wenn nicht müsst ihr auf den Button „Verbinden“ tippen.
Wenn die Verbindung zur Kamera hergestellt ist, dann könnt ihr sie komplett fernsteuern. Im Menüpunkt „Belichtung“ können die Belichtungsparameter eingestellt werden und die App zeigt euch den Liveview der Kamera auf dem Tablet an. Dieser ist allerdings etwas verzögert und träge (ca. 15 Bilder pro Sekunde), so das schnelle Bewegungsabläufe nicht mehr richtig zu sehen sind.
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Menüpunkt „Belichtung“

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Liveview per USB hat ein träges Bild





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Mit „Bild aufnehmen“ schießt ihr ein Foto. Dieses wird auf der Speicherkarte in der Kamera gespeichert und kann bei Bedarf auch direkt an das Tablet gesendet werden. Diese Option findet ihr unter dem Zahnrad, „Saving“ und der Option “ … nach der Aufnahme herunterladen.“
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Menüpunkt „Fotos nach der Aufnahme auf Tablet herunterladen“

Helicon Remote: Fokus
Als nächstes komme ich zum Menüpunkt „Fokus“. Hier lässt sich die das Objektiv ansteuern, solange der Autofocus aktiviert ist. Für die Punktfokusierung tippt ihr auf „Autofokus“ und wählt einen Punkt im Liveview Bild. Die Kamera fokussiert auch hier so träge, wie bei der Benutzung des Liveviews ohne angeschlossenem Tablet.
Ebenfalls könnt ihr mit dem Objektiv auch einzelne Fokusschritte machen. Dazu gibt es Steuerbuttons im oberen Bereich des App-Fensters. Die Pfeilgröße richtet sich je nach der Fokusschrittweite. Wenn ihr zwei gewünschte Fokusparameter gefunden habt, könnt ihr mit einem langen Tippen auf A oder B die aktuelle Fokussierung speichern. Ein kurzer Tipp auf A oder B fährt diese gespeicherten Punkte an.
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Menüpunkt „Fokus“ mit Autofokusfunktion, Schrittweiteneinstellung und 3×3 Gitter im LiveView

Um ein optimal geschärftes Bild auch mit großer Blende zu erstellen, kann mit der Option „DOF“ der notwendige Korrekturfaktor berechnet werden. Die dazu notwendigen Aufnahmen schießt die App mit der Taste „Aufnahmen beginnen“. Wundert euch also nicht, wenn die Kamera auf einmal mehrere Fotos hintereinander schießt und wirkt als wäre sie angestürtzt. Zum Thema Fotoreihen, findet ihr auch unter dem Menüpunkt „Werkzeuge“ die Möglichkeit Belichtungsreihen aufzunehmen. All diese Fotos können im Nachhinein mit der Helicon Focus Software am Computer bearbeitet werden. Dazu ist allerdings auch wieder eine Softwarelizenz notwendig.

Helicon Remote: LiveView
In der Option „LiveView“ seht ihr das Bild der Kamera als Livevorschau. Hier könnt ihr ein Histogramm einblenden, sowie das Fokuspeaking oder Zebra aktivieren. Unter dem Zahnrad, rechts oben im Bild, lässt sich bei „Oberfläche“ das Gitter für den Liveview entsprechend einstellen. Zurück im Liveview wird mit „Vollbild“ der gesamte Sensorbildausschnitt auf dem Tablet angezeigt. Ein Tab auf den Liveview zoomt das Bild digital hinein und mit wischen über dem Liveview wird dieser Zoombereich verschoben.
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Menüpunkt „LiveView“ mit Focuspeaking (blaue Punkte) und Histogramm

Helicon Remote: Werkzeuge
In der Option „Werkzeuge“ lassen sich neben den Belichtungsreihen, Zeitintervalle fotografieren, Videos aufnehmen, die hyperfokale Länge berechnen, mehre Fotos im Burst Modus schießen, Focus Stacking Aufnahmen machen und die Kamera per Netzwerk ansteuern. Dazu muss die Kamera allerdings per WLAN mit dem Netzwerk verbunden und sichtbar sein.
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Menüpunkt „Werkzeuge“ mit 10×10 Gitter im LiveView

Ich hoffe diese Anleitung gibt euch einen ersten Eindruck der Helicon App und ihr könnt euch jetzt entscheiden, ob sich eine Installation lohnt. Für statische Aufnahmen kann die App hilfreich sein, da man mit dem größeren Liveview den Bildauschitt besser beurteilen kann. Sobald es aber um die Aufnahme von Bewegtbildern geht, stößt die App an ihre Grenzen beim langsamen fokussieren und dem trägen Liveview.

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1 Comment

fotbollströjor

6. September 2018 at 10:32 am

Wow, gorgeous website. Thnx …

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