Vergleich: Soundcheck Tascam DR-40 und Zoom H1

Es gibt viele Möglichkeiten Ton aufzunehmen. Für einen Videomacher steht zwar das Bild im Vordergrund, aber grade Audiosignale sollten dabei nicht vernachlässigt werden. Eine kleine Einführung zu dem Thema und ein Vergleich vom Zoom H1 und dem Tascam DR40 zeige ich euch hier.

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Ton beim Film ist genauso wichtig, wie die Bildgestaltung. Mit den richtigen Geräuschen und Melodien lassen sich beim Zuschauer Stimmungen erzeugen. Ebenfalls ist es bei einer Dokumentation wichtig die Inhalte nicht nur visuell aufzunehmen.

Warum gibt es zwei Anschlussarten. XLR und Klinke. XLR findet man meist im Profibereich. Das liegt unter anderem daran das die Kabel besser vor Störungen geschützt, robuster und weniger fehleranfällig sind. Stellt euch vor ihr verbindet 23 Kabel bei einem Konzert. Crewmitglieder und Zuschauer treten auf manchen Kabeln herum. Und außerdem wird beim Konzert viel Telefoniert. Was ihr dabei nicht wollt ist das der Ton gestört wird oder sogar ganz verschwindet. Hier haben XLR Stecker und Kabel durch ihre feste Steckverbindung und die robusten Kabel einen großen Vorteil.

Wenn ihr eine Videoreportage dreht und dabei ein Mikrofon an einem mobilen Audiogerät anschließt, dann könnt ihr dies auch mit einem Klinkenstecker machen. Sollte der aus der Buchse rutschen, werdet ihr es merken und wisst sofort wo der Fehler liegt.

Das es bei der Übertragungsqualität dieser beiden Verbindungsarten extrem hörbare Unterschiede gibt, glaube ich kaum. Immerhin betrachten bestimmt 98% der Zuschauer ihre Videos auf einem Notebook oder Telefon oder einer schlecht eingestellten Stereoanlage. Videoportale reduzieren die Tonqualität ebenfalls „nur“ auf MP3 Niveau.

Die einfachste Art mobil Sound aufzunehmen ist ein kleiner Rekorder mit einem eingebauten Mikrofon.
Ihr solltet beachten, das ihr um einen einen Windschutz nicht herum kommt. Denn sobald nur das kleinste Lüftchen am Mikrofon vorbeistreift, bekommt ihr das allseits bekannte Geräusch zu hören. Am schwierigsten ist das Toneinpegeln. Sobald ihr den richtigen Abstand zur Quelle habt, solltet ihr die Quelle davon überzeugen in der gewohnten Sprachlautstärke zu sprechen. Dann könnt ihr den Pegel so anpassen, das ihr keine Übersteuerung des Signals bekommt.

Aber Achtung, wenn ihr zu leise einpegelt, dann kommt es beim nachträglichen Verstärken zum Rauschen. Seid ebenfalls darauf gefasst, dass eine Tonquelle leider auch mal spontan laut werden kann. Dies habe ich in einer Gesprächsrunde erlebt, bei der stellenweise, ungeplant, gelacht wurde.

Zoom H1
Der Zoom H1, ist ein Einsteigergerät mit zwei integrierten Mikrofonen. Das Gerät nimmt im Nahbereich alle Frequenzen problemlos auf. Die Mitten und Hochtöne bleiben auch bei einem größeren Abstand rauschfrei und gut hörbar. Der Bassbereich lässt in diesem Fall allerdings schnell nach.

Das Gerät läuft mit einer AA Batterie und lässt sich durch die Hardwaretasten leicht bedienen. Line In und Out Anschlüsse sorgen für genug Möglichkeiten Mikrofone anzuschließen und den Ton zu kontrollieren. Ein 1/4 Zoll Anschluss hilft, das Gerät einfach auf Stative zu befestigen.

Durch den geringen Softwareumfang ist die eigentliche Nutzung leicht und wenig fehleranfällig. Hauptsächlich schaltet man das Gerät ein, pegelt das Eingangssignal und startet die Aufnahme. Mit einem eingebauten Lautsprecher oder über die Kopfhörer kann die Aufnahme sofort wiedergegeben werden. Während der Aufnahme kann man den Ton per Kopfhörer überwachen. Natürlich kommt es zu Rückkopplungen, sobald man eine Stereoanlage angeschlossen hat. Während der Aufnahme wird immer nur eine Audioquelle bedient. Also das interne oder das externe Mikrofon.

TASCAM DR-40





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Der Tascam DR-40, spielt in einer höheren Liga. Mit seinen vielen Hardwaretasten lässt er sich ebenfalls leicht Handhaben. Eine einfache Aufnahme mit dem interen Mikrofon ist ebenfalls schnell möglich. Einschalten, Recordmode starten, einpegeln und Aufnahme starten. Durch die wesentlich vielfältigeren Einstellmöglichkeiten braucht er aber mehr Aufmerksamkeit für die Voreinstellungen, sobald man spezielle Aufnahmen vorhat.

Als Eingang können beim Tascam die internen Mikrofone und parallel dazu die externen Eingänge genutzt werden. Es können also bis zu drei verschiedene Quellen aufgenommen werden. Die Tonausgabe erfolgt wie gewohnt über einen Klinkenstecker. Auch hier hilft ein 1/4 Zoll Anschluss, das Gerät einfach auf Stative zu befestigen.

Die Mikrofonanschlüsse haben den XLR Standard und bieten jeweils eine 48V Phantomspannung an. Wodurch sich die Aufnahmezeiten, laut Handbuch, allerdings von ca. 15-20 Stunden auf nur noch 2 bis 3 h reduzieren. Der Tascam arbeitet mit drei AA Batterien.

Phantomspannung

Ein Klinkenanschluss hat keine sogenannte Phantomspannung. Entweder er ist komplett passiv oder liefert 2,5V für den Betrieb eines externen Mikrofons. Nachdem ich es selbst getestet habe, halte ich es allerdings für nötig, dass man hier ein aktives Mikrofon anschließt, um die Bassbereiche besser darstellen zu können. Beispielsweise nutzt ich das Rode Videos Mic mit einer 9V Batterie als Spannungsversorgung.

Für Sprachaufnahmen reicht auch ein passives Mikrofon, es fehlen aber hörbar die Bassanteile. Ein weiteres Plus der Phantomspannung ist, dass sie die Möglichkeit bietet die Mikrofone überall im Raum zu verteilen und damit selbst bei größeren Aufbauten nur eine Spannungsquelle zu benötigen.

Außerdem sorgt die Spannung für hörbar leistungsfähigere Aufnahmen im gesamten Spektrum. Dabei ist aber wieder die Frage ob ein Youtuber seinen Zuschauern diesen Klanggenuss überhaupt rüber bringen kann. Thema „Komprimierung“ und Wiedergabeort.

Ich bin mit meiner bisherigen Kombination des Zoom H1 und des Rode Video Mic vollkommen zufrieden. Für Sprach oder Umgebungsgeräuschaufnahmen halte ich es vollkommen ausreichend.

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Für diesen Musikkanal möchte ich gern etwas mehr Klangleistung haben und nutze deswegen den Tascam DR40. Schon allein die Möglichkeit mit einem Gerät drei Quellen aufzunehmen ist eine super Sache.

Hier findet ihr einige Soundbeispiele der Audioaufnahmen. Hört einfach mal rein und macht euch selbst ein Bild davon.

Was ist eure Meinung dazu? Schreibt einfach einen Kommentar unter diesen Artikel, ich bin gespannt.





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3 Comments

Lothar

7. Januar 2018 at 1:12 pm

Hallo Gregor,
ich habe folgende Frage,
wie synchronisiere ich mein Audio und Viideosignal in Davinci Resolve 14.
Den Film zeichne ich mit einer (DSLR) auf ,Canon 5d Mark 2.
Der Ton wird mit einem Zoom H5 aufgenommen.

    Gregor Schulze

    8. Januar 2018 at 9:01 am

    Sowas habe ich bisher nur mit PP gemacht. Mit Resolve nocht nicht. Aber vielleicht hilft dir die Software https://www.redgiant.com/products/pluraleyes/ Vielleicht kann man diese auch mit Resolve nutzen.
    Viele Grüße
    Gregor

Claudia

10. November 2018 at 12:48 pm

Hallo

Habe mir das Tascam DR-100 mkII gekauft, leider höre ich fast nichts beim Abspielen meiner Gitarrenaufnahmen. Können sie mir helfen? Was muss ich einstellen. Die Firma sagt es sei normal so aber das kann ja nicht sein.

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