DIY Kameraslider – für wenig Geld zum ersten Slider

Mit einem Kameraslider lassen sich dynamische Aufnahmen machen, die richtig cool aussehen. Wie ihr zu eurem ersten Do It Yourself Silder kommt, zeige ich euch jetzt.

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Mit einem Slider wird die Kamera möglichst wackelfrei linear bewegt. Das platte 2D Videobild wirkt dabei plastisch und ihr bekommt eine sehr interessante Ästhetik in eure Aufnahmen. Wenn ihr euch selbst einen Slider bauen wollt, dann könnt ihr das mit ganz einfachen Mitteln machen. Selbst wenn ihr in den Aufnahmen ein paar kleine Bildruckler drin haben solltet macht das nichts, solange euer Video einen spannenden Inhalt bietet.

Mein erster Selbstbauslider war ziemlich simpel aufgebaut. Ich habe dazu ein Brett genommen. Und auf dieses Brett zwei Alurohre gelegt. Diese Rohre habe ich mit jeweils zwei Stahlwinkeln und den entsprechenden Alu-Rohr-Endstücken an dem Holzbrett festgeschraubt.

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Slider – Holzbrett, Stahlwinkel und Alurohre

Ihr steht jetzt vielleicht vor eurem Mark I Prototypen und fragt euch, wie die Kamera auf den Rohren rutschen soll. Macht es euch es euch in diesem Moment einfach und legt ein Tuch oder eine Decke auf die Rohre und legt auf die Decke die Kamera. Schon könnt ihr euren Slider nutzen und die ersten Testvideos machen. Ihr merkt dabei, dass sich die Kamera natürlich etwas ungewollt bewegt. Denn immerhin gibt das weiche Tuch an einigen Stellen nach.

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Slider Mark I – Fleecedecke als Kameraschlitten





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Also kommen wir zur Ausbaustufe Mark II. Um einen Laufschlitten auf den Alurohren zu befestigen, hatte ich zwei kurze Kunststoffrohrstücken über die Alurohre gestülpt. Auf den Kunststoffrohren könnt ihr jetzt in irgend einer Form einen Schlittenaufbau kleben. Nehmt dazu ein Stück Bastelkunststoff oder eine flache Kunststoffschachtel oder eine Holzplatte. Der schwierige Part besteht darin, die Alurohre parallel auszurichten und so zu verschrauben, dass sie sich nicht wieder verschieben können. Auf diesen Selbstbauschlitten könnt ihr jetzt eure Kamera stellen und weitere Testvideos aufnehmen.

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Slider – Kunststoffrohre für Kameraschlitten

Damit es besser rutscht habe ich danach bei meinem Mark III die Kunststoffrohre mit Winkeleisen ausgetauscht. Denn so konnte ich zwischen Alurohr und Winkeleisen spezielle Teflongleiter kleben. Die sorgen für ein wunderbar geschmeidiges Rutschverhalten meines Schlittens. Damit der Schlitten nicht Abkippt musste ich ihn mit Lochwinkeln stabilisieren. In dem Schlitten befindet sich ein Loch, welches mir die Möglichkeit gibt einen Stativkopf daran zu befestigen.

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Winkeleisen mit Teflongleitern

Um den Slider auch auf Stativen befestigen zu können, lohnt es sich an die Unterseite eine Schnellwechselplatte eures Vertrauens zu schrauben. Von einem Stativ, welches ihr benutzt. Falls euer Stativ zu schwach oder wackelig sein sollte, dann nehmt doch einfach ein zweites Stativ.

Wie ihr seht kann man auch mit einfachsten Mitteln einen eigenen Slider bauen. Warum also gibt es die Geräte (z.B. eSmart Kamera Slider) für viel Geld zu kaufen?

Zum einen sieht es beim Kunden einfach besser aus, wenn ihr mit maschinell gefertigten Geräten auftretet.
Weiterhin bietet ein professionelles Gerät die Möglichkeit weitere Technik zu befestigen, wie Hilfsmotoren. Außerdem läuft der Schlitten bei einem gekauften Slider noch ruhiger in der Schiene. Dadurch werden Aufnahmen nicht so schnell verdorben. Bei einem straffen Zeitplan am Filmset ist dies unverzichtbar.

Vom Slideverhalten her müsst ihr bei einem manuellen Slider immer mit Gefühl arbeiten. Denn der Schlitten lässt sich sehr leicht verschieben und jede unruhige Handbewegung überträgt sich dabei sofort auf die Kamera. Soweit ich gesehen habe gibt es auch Geräte mit einer Reibungsbremse. So kann man immer mit voller Kraft schieben und die Kamera gleitet stets gleichmäßig dahin.

Neben der reinen Technologie des Sliders, solltet ihr bei solchen Aufnahmen immer auf eine passende, relative Anordnung eurer Bildinhalte achten. Sobald sich alle Gegenstände zu nah beieinander befinden, entsteht kein plastisches Gefühl in eurem Bild. Deswegen wird oft nah am Kameraobjektiv Gegenstände positionieren, welche die Bildverschiebung stärker hervortreten lässt.





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hohe plastische Tiefe - Objekte nah am Objektiv

Objekte nah am Objektiv – hohe plastische Tiefe

Ihr seht selbst das ein solcher Slider keine Zauberei ist und die eigentliche Herausforderung darin besteht, das Gerät irgendwo zu befestigen und abzustellen. Außerdem braucht man genug Übung und Gefühl um das Bild entsprechend aufzubauen.

Lasst mich in den Kommentaren wissen wie ihr eure Kameraslides macht.

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